Full-HD-Fernseher galten lange Zeit als das Nonplusultra im TV-Bereich. Mittlerweile wurde die Geräte in puncto Bildqualität zwar von den Ultra-HD-Fernsehern abgelöst, dafür sind Full-HD-TVs deutlich im Preis gefallen und liefern trotzdem noch ein sehr gutes Bild.
         
Auflösung und Bildqualität
             
Unter der Auflösung eines Bildschirms versteht man die maximale Anzahl an horizontalen und vertikalen Pixeln. Das Display eines Full-HD-Fernsehers löst mit 1.920 x 1.080 Bildpunkten auf. Das reicht für den normalen Fernsehbetrieb vollkommen aus. So senden beispielsweise die HD-Kanäle von ARD und ZDF noch nicht in Full HD. Auch auf Blu-ray-Discs liegen die Filme in Full-HD-Auflösung vor.
         
Bildschirmdiagonale
             
Die Displaydiagonale gibt die Distanz zwischen den diagonal gegenüberliegenden Ecken des Bildschirms an. Sie wird in der Regel in Zoll oder Zentimeter angegeben. Gerade bei geringeren Bildschirmdiagonalen kommen Inhalte in Full HD hervorragend zur Geltung, da die Fernseher durch eine höhere Pixeldichte punkten. Wer sich beispielsweise einen 40-Zoll-Fernseher kaufen möchte, kann sich bedenkenlos für ein Full-HD-Gerät entscheiden. Full-HD-Fernseher machen zwischen einer Diagonale von 32 bis 55 Zoll Sinn. Darunter genügt auch die HD-ready-Auflösung, darüber sollte man sich für einen Ultra-HD-Fernseher entscheiden.
              
Display und Hintergrundbeleuchtung
                  
Die meisten Full-HD-Fernseher verwenden ein LC-Display. Dieses besteht aus Flüssigkristallen, die unterschiedliche Farben annehmen können. Allerdings können diese im Gegensatz zu OLEDs nicht selbstständig Licht erzeugen und benötigen eine Hintergrundbeleuchtung. Als Hintergrundbeleuchtung werden in der Regel LEDs verwendet. Dadurch überzeugen auch die LCD-Fernseher durch einen guten Schwarzwert. Die LED-Hintergrundbeleuchtung kann in zwei Gruppen unterteilt werden. Bei der Edge-LED-Technologie befinden sich die Leuchtdioden am Rand des Displays. Die Dioden strahlen dann in die Mitte. Bei Direct-LED-TVs ist das komplette Display mit den Leuchtdioden versehen. Der Nachteil: Bei einer unsorgfältigen Herstellung, kann es zu einer ungleichmäßigen Ausleuchtung kommen.
            
Schnittstellen
             
Jeder Full-HD-Fernseher verfügt über einen HDMI-Anschluss. In der Regel sind es mindestens zwei. Es sind auch Fernseher mit 3 oder 4 HDMI-Anschlüssen verfügbar. Per HDMI-Kabel lassen sich Bild und Ton gleichzeitig und ohne Qualitätsverlust übertragen. Damit wird kein separates Audiokabel mehr benötigt. Zudem eignet sich HDMI dank der hohen Übertragungsrate perfekt für HD-Material. Zur Standardausstattung eines Full-HD-Fernsehers gehört zumeist auch ein USB-Anschluss. Eine CI+-Schnittstelle ist ebenfalls häufig vorhanden. Damit lassen sich verschlüsselte Inhalte mit der passenden Smartcard und einem kompatiblen CI+-Modul empfangen.
          
Ausstattung
                    
Bei Full-HD-Fernsehern gehört ein HD-Triple-Tuner in der Regal zur Standardausstattung. Damit lässt sich das digitale Fernsehsignal per Kabel, Antenne und Satellit empfangen. Aktuelle Geräte unterstützen bereits den DVB-T2-Standard. Das ermöglicht den HD-Empfang via Antenne. Viele Full-HD-Fernseher sind Smart-TV-tauglich. Sie lassen sich entweder per Ethernet-Anschluss oder WLAN mit dem Internet verbinden. Über den modernen Videotext HbbTV erhält der Nutzer Zusatzinformationen zu den verschiedenen Programmen.