Flachbildschirme gelten heutzutage als Standard und sind in einer Vielzahl von Modellen am Markt vorhanden. Neue Bildschirmtechnologien, Smart-TV-Funktionen und damit verbundene Fachbegriffe machen den Fernseherkauf jedoch immer komplexer. Bei den vielen Marken-Herstellern wie zum Beispiel Samsung, LG, Panasonic oder Philips kann man schon mal den Überblick bei den technischen Spitzfindigkeiten und Details verlieren. Im Folgenden soll eine Übersicht zu relevanten Faktoren beim TV-Kauf gegeben werden.
         
Bildschirmdiagonale
   
Die Bildschirmdiagonale eines TV gibt den Abstand zwischen den diagonal gegenüberliegenden Ecken des Displays an. Die gängigen Maßeinheiten für die Bildschirmdiagonale sind Zoll und Zentimeter. Der Umrechnungsfaktor von Zoll und Zentimeter beträgt 2,54. Dementsprechend sind 55 Zoll etwa 140 Zentimeter. Moderne Flachbildschirme beginnen in der Regel bei 32 Zoll. Kleinere Zollgroßen spielen zumeist nur noch im Bereich des Campings, also mit 12-Volt-Anschluss, eine Rolle.  Da der Trend zu größeren Fernsehern geht, sind Bildschirmdiagonalen jenseits der 55-Zoll-Marke mittlerweile keine Seltenheit mehr.
              
Die Wahl der Größe hängt von verschiedenen Faktoren ab. Entscheidend sind – neben den persönlichen Vorlieben – der Sitzabstand und die Bildschirmauflösung des Geräts. Früher galt die Formel: Abstand von Fernseher zu Sitzgelegenheit geteilt durch drei ergibt die optimale Bildschirmdiagonale. Da sich jedoch die Display-Auflösung stetig erhöht, ist die Formel heutzutage überholt. Full-HD-Fernseher erlauben, durch die hohe Pixeldichte, einen deutlich geringeren Sitzabstand zum TV-Gerät. Bei Ultra-HD-Fernsehern schrumpft er noch einmal.
            
Auflösung
           
Die Display-Auflösung gibt die maximale Anzahl der horizontalen und vertikalen Bildpunkte an. Je höher die Auflösung, desto höher ist die Pixeldichte (bei gleicher Bildschirmdiagonale). Das kommt vor allem der Detaildarstellung und der Schärfe des Displays zugute. Heutzutage sind drei Auflösungen gängig. HD-ready-Fernseher lösen mit 1.280 x 720 Pixeln auf. Die Auflösung kommt jedoch nur noch bei kleineren Zollgrößen zum Einsatz. Diese eignen sich als Zweitfernseher für die Küche oder das Schlafzimmer. Die Full-HD-Auflösung mit 1.920 x 1.080 Pixeln galt bis vor einiger Zeit noch als das Nonplusultra.  
                      
Die meisten Fernseher lösen mittlerweile jedoch mit 3.840 x 2.160 Pixeln in Ultra-HD-Qualität auf. Sie bieten somit die vierfache Full-HD-Auflösung. Da selbst die höchste Auflösung des Displays nur bei entsprechendem Videomaterial einen Vorteil bringt, sollte man sich die Frage stellen, welche Quellen genutzt werden. So wird normales Fernsehen derzeit, bis auf wenige Testsender, nur in Full-HD oder HD-ready-Auflösung ausgestrahlt. Streamingdienste, wie Netflix oder Amazon Prime Video, bieten dagegen bereits einige UHD-Inhalte in deren Programm. Heimkino-Liebhaber wollen eventuell sogar mit einem neuen UHD-Blu-ray-Player beste Bildqualität von UHD-Blu-ray-Disc genießen.
        
HDR und Dolby Vision
         
Die Abkürzung HDR steht für High Dynamic Range, also für einen erweiterten Dynamik-Umfang. Die Fernseher sollen einen verbesserten Kontrast bieten. Der Kontrast gibt den maximalen Helligkeitsunterschied zwischen tiefstem Schwarz und hellstem Weiß an. Bei HDR-tauglichen Geräten ist die Spanne am Größten. Dadurch lassen sich ein nahezu lebensechter Farbkontrast erzielen. Zudem decken HDR-Fernseher ein breiteres Farbspektrum ab und sollen damit ein natürlicheres Bild bieten. Die Grundfarben Rot, Blau und Grün werden feiner abgestuft. Viele Ultra-HD-Fernseher unterstützen bereits HDR. Derzeit konkurrieren mehrere HDR-Formate. Die beiden Bekanntesten sind jedoch HDR10 und Dolby Vision. Während HDR10 1024 Helligkeitsstufen abdeckt, ist Dolby Vision in der Lage, 4.096 Helligkeitsstufen darzustellen. Zudem werden die Bildinhalte bei Dolby Vision von Szene zu Szene optimiert, während HDR10 die Einstellungen nur einmal definiert. Mittlerweile unterstützen allerdings auch einige Geräte den HDR10+-Standard, der ebenfalls dynamisch arbeitet. In diesem Zusammenhang ist auch der sogenannte HLG-Standard zu nennen, der zukünftig vor allem bei der Fernsehübertragung eine wichtige Rolle spielen soll.
               
Bildwiederholungsrate
              
Neben HD-Auflösung und Bildschirmdiagonale ist die Bildwiederholungsrate eines TV für viele der wichtigste Faktor für die Kaufentscheidung. Die Bildwiederholungsrate wird in Hertz gemessen und gibt an, wie viele Bilder der Fernseher pro Sekunde 156"