Einen Fernseher zu kaufen ist auf den ersten Blick eine einfache Sache. Doch bei der großen Auswahl an Geräten, beispielsweise von LG, Samsung, Philips, Sony oder auch Panasonic, bleiben doch viele Fragen offen. Wir möchten Ihnen die Kaufentscheidung erleichtern und gleichzeitig dabei helfen, die verschiedenen Fernseher besser zu vergleichen.

8K, Ultra HD oder Full HD – Was sind die Unterschiede und welche Bildqualität ist die Richtige für mich?

8K-Fernseher – Brillanter Filmgenuss

Die Entscheidung, welche Auflösung Sie für Ihren neuen TV bevorzugen, ist immer auch abhängig vom gewünschten Verwendungszweck. Möchten Sie beispielsweise die bestmögliche Bildqualität mit perfekten Farben auf einem sehr großen Fernseher genießen, dann sind Sie mit einem 8K-Fernseher mit einer Auflösung von 7680 x 4320 Pixel am besten aufgehoben. Allerdings gibt es so gut wie keine 8K-fähigen Inhalte – außer in Smartphone-Videos oder ähnlichen Kameraanwendungen. Der TV rechnet deshalb das Eingangssignal von HD (1365 x 768 Pixel) oder Ultra HD (3480 x 2160 Pixel) auf die 8K-Auflösung hoch.

Ultra HD-Fernseher: Alleskönner im Wohnzimmer

Ultra-HD-Fernseher haben sich hingegen schon weitestgehend etabliert. Die meisten modernen TV’s bieten die Möglichkeit 4K-Inhalte wiederzugeben und das in ebenfalls hervorragender Bildqualität. Der Vorteil dieser Fernseher ist, dass es hierfür unter anderem durch Streaming Dienste wie Netflix, Amazon Prime Video und Sky zahlreiche Filme und Serien in Ultra HD-Auflösung gibt. Der Fernseher wird also auch technisch ausgenutzt und kann seine Vorteile – abhängig von der Ausstattung – vollumfänglich ausspielen.

Full HD-Fernseher: Preiswert und absolut alltagstauglich

Es muss nicht zwangsläufig ein 4K-Gerät sein, manchmal reicht auch ein guter Full HD-Fernseher. Wer häufig im Home-Office an einem großen Bildschirm arbeiten will, gerne in Mediatheken stöbert oder auch Privatfernsehen schaut, macht mit einem Full HD-Fernseher nichts verkehrt. Zudem sind sie meist deutlich günstiger und besitzen häufig eine ebenso gute Ausstattung.

Welche Unterschiede gibt es zwischen den Technologien?

LCD-/LED-Technologie: Bewährte, zuverlässige Technik

Im Prinzip gibt es zwei große eigenständige Displaytechnogien. Da wäre zum einen die LED/LCD-Technologie, wozu zum Beispiel LED-, QLED-, NanoCell- und Mini LED-Fernseher gehören. Dabei handelt es sich um Weiterentwicklung und Verfeinerung der eigentlichen LCD-Technologie. LCD steht für Liquid Crystal Display – also Flüssigkristallbildschirm. Bei einem LED-Fernseher (Liquid Emitting Diode Display) werden die Flüssigkristalle mithilfe von Leuchtdioden angestrahlt und somit entweder ganze Bereiche (Edge LED) oder der komplette Bildschirmhintergrund (Direct LED) zum Leuchten gebracht. Damit können Farben, sowie Hell- und Dunkelbereiche des Bildes dargestellt werden. Bei einem TV mit Edge LED-Hintergrundbeleuchtung werden die Leuchtdioden am Rand des Fernseherhintergrunds verteilt und damit einzelne Bereiche ausgeleuchtet. Dadurch kann das Display sehr dünn gehalten werden. Allerdings ist das Bild nicht so farb- und kontrastreich. Bei einem Direct LED sind die Leuchtdioden auf der ganzen Fläche verteilt, was das Gerät an sich etwas dicker macht aber eine nuancenreichere Farbdarstellung erlaubt.

Insgesamt sind LED/LCD-Fernseher dafür bekannt, dass sie große Vorteile in der Helligkeitswiedergabe haben – sprich bei großen, hellen oder auch weißen Flächen. Schwächen haben sie hingegen bei dunklen Bildbereichen (beispielsweise bei Nachtszenen), da es nur sehr schwer ist ein tiefes Schwarz darzustellen. Zudem verbrauchen diese Geräte durch die Ausleuchtung relativ viel Strom, gerade bei großen TV’s ist das nicht unerheblich.

OLED-Technologie: Moderne Zukunftstechnik

Die OLED-Technologie hingegen ist völlig eigenständig und die Geräte aus diesem Segment stellen regelmäßig Testsieger. Bei OLED (Organic Liquid Emitting Display)-TVs leuchten die Pixel selbstständig und werden nicht von den LED’s angestrahlt. Der große Vorteil dieser Technik ist, dass eine deutlich bessere Farb- und Kontrastwiedergabe möglich ist. Zudem sind sie blickwinkelstabil und insbesondere die Schwarzwerte sind sehr gut, da in diesen Bereichen die LED’s komplett aus sind. Kleinere Abstriche müssen Sie hingegen bei sehr hellen Bildinhalten hinnehmen – gerade Schnee wirkt hier oft nicht vollkommen weiß, weil OLED-TVs nicht die Helligkeitswerte eines LCD-Fernseher aufweisen. Aber auch hier hat sich im Laufe der Jahre sehr viel getan, sodass dieser Nachteil immer geringer wird. Ein weiterer Vorteil ist die sehr schmale Bauweise, was ihn ideal für eine Wandmontage mit entsprechenden TV-Halterungen macht.

Wie groß muss mein Fernseher sein und wie ist der richtige Sitzabstand?

Die Größe und der Sitzabstand des Fernsehers hängen von verschiedenen Faktoren ab. Es kommt in erster Linie darauf an, wie groß das (Wohn)Zimmer ist, in dem der TV aufgestellt werden soll. Die aktuell gängigsten Größen für einen 4K-Fernseher liegen zwischen 50 und 65 Zoll (126 bis 164 Zentimeter) Bildschirmdiagonale. Vor einem gleich großen Fernseher mit Ultra HD-Auflösung (3840 x 2160 Pixel) können Sie näher sitzen als vor dem Full HD-Gerät (1920 x 1080 Pixel), da dort ab einer bestimmten Entfernung die Bildpixel deutlich sichtbar werden.

Die Größe macht den Unterscheid

Bei einem 4K-Fernseher ist das beim gleichen Sitzabstand nicht der Fall, das Bild ist deutlich schärfer. Allerdings wird dieser Effekt auch von der Qualität der Signalquelle bestimmt. Wird ein Fernseher-Signal nicht mindestens in HD (High Definition, 720p) ausgestrahlt, sondern in SD (Standard Definition), wirken die Inhalte sowohl auf dem Full HD- als auch auf dem Ultra-HD-Fernseher unscharf, weil das Bild künstlich auf die Auflösung des Fernsehers hochgerechnet werden muss. Deswegen erkennt man auch einen so großen Unterschied bei echten 4K-Inhalten auf einem Ultra-HD-Fernseher. Die Bilder sind gestochen scharf, die Farben satt und die Kontraste stark.

Sitzabstand: Nichts ist mehr wie es früher war

Es gibt für den richtigen Sitzabstand zudem eine einfache Berechnungsgrundlage: Bei einem Ultra HD-Fernseher multiplizieren Sie die Bildschirmdiagonale in Zentimeter mal den Faktor 1,5.

Beispiel: 126 cm (55 Zoll) x 1,5 = 189 cm

Ergo – bei einem Fernseher mit 4K-Auflösung mit einer Bildschirmdiagonale von 55 Zoll (126 cm) genügt ein Abstand von 1,89 Meter zum TV-Gerät. Bei einem Full HD-Fernseher ist der Faktor 3, sprich hier sollten Sie etwa 3,78 Meter entfernt sitzen, damit Sie ein genauso scharfes Bild bekommen. Die früher so gerne verwendete Weisheit: „Sitz nicht so nah vor dem Fernseher, sonst bekommst du eckige Augen!“ gilt also heute nicht mehr. Welches Zubehör benötige ich für meinen neuen Fernseher? Moderne Fernseher bieten neben Smart TV-Funktionen natürlich auch eine Vielzahl an Features die im Vergleich zu früheren Generationen einige Zusatzgeräte ad absurdum führen. Manches Zubehör ergibt aber selbst bei einem noch so gut ausgestatteten TV Sinn.

Welches Zubehör benötige ich für meinen neuen Fernseher?

Moderne Fernseher bieten neben Smart TV-Funktionen natürlich auch eine Vielzahl an Features die im Vergleich zu früheren Generationen einige Zusatzgeräte ad absurdum führen. Manches Zubehör ergibt aber selbst bei einem noch so gut ausgestatteten TV Sinn.

Darf es ein bisschen mehr sein? Soundbars, Heimkino-Systeme und TV-Halterungen

Wer großen Wert auf die passende Soundunterstützung insbesondere bei Filmen und Serien legt, dem sind beispielsweise neben einem guten Surround-System auch Soundbars zu empfehlen. Sie sind platzsparend und biete zum Teil hochwertige Audiounterstützung wie zum Beispiel Dolby Atmos. Sollten Sie sich gleich ein hochwertiges Lautsprecher-System dazu kaufen wollen, dann benötigen Sie in der Regel auch einen AV-Receiver, der die Bild- und Audiodaten passend an die einzelnen Lautsprecher in ihrem Mehrkanalsystem weitergibt. Diese können dann sowohl zur Film- als auch zur Musikwiedergabe bestens verwendet werden. Sollten Sie Ihren neuen Fernseher anstatt auf dem mitgelieferten TV-Ständer lieber an der Wand befestigen wollen, empfiehlt sich natürlich auch eine passende TV-Wandhalterung. Das sieht nicht nur sehr schick aus, es spart auch Platz. Hersteller wie Samsung und LG bieten schon ganze Modellreihen speziell dafür an – die standardmäßig für die Wandmontage produziert werden. Sie dienen gleichzeitig als Design-Element in den heimischen vier Wänden.

Ideal fürs Gaming

Mittlerweile können Sie mit TV-Geräten der neuesten Generation aufgrund der niedrigen Latenz auch sehr gut spielen. Sie haben zum Teil eigens angepasste Modi dafür. Daher sind sie auch sehr gut geeignet für New-Gen-Konsolen wie die Sony Playstation 5 oder die Microsoft Xbox Series X. Um die große Anzahl von Geräten in meinem Wohnzimmer steuern zu können, gibt es immer bessere Universalfernbedienungen. Sollten die mitgelieferten Fernbedienungen diese Funktion nicht ohnehin schon besitzen, empfiehlt sich ein solcher Kauf, da sich dadurch mehrere Fernbedienungen durch eine einzige ersetzen lassen.

Sind die neuen Fernseher energiesparender als die älteren Modelle?

Diese Frage kann man im Wesentlichen mit Ja beantworten. Durch die Umstellung der EU-Verordnung zu den Energielabeln und Energieeffizienzklasse mit Wirkung zum 01. März 2021 wurden die Hersteller unter anderen von Fernsehern und anderen Großgeräten dazu verpflichtet, ihre Geräte energieeffizienter zu machen. Bekamen manche Geräte vorher noch die besten Energieeffizienzklassen wie A+++ bis A, rutschten sie aufgrund deutlich strengerer Vorgaben teilweise bis auf G ab. Mittlerweile ist aber eine klare Entwicklung zu beobachten.

Gut für die Stromrechnung: Neue TVs deutlich sparsamer

Die neuesten Geräte sind teilweise bis zu 20 Prozent sparsamer, was sich auch in der Jahresabrechnung des Stromanbieters positiv bemerkbar macht. Gerade in der heutigen Zeit leisten energiesparende Fernseher einen wichtigen Beitrag zur Energieeinsparung. Moderne Ultra-HD-Fernseher mit Bildschirmdiagonalen zwischen 55 und 75 Zoll verbrauchen heute zwischen 80 und 120 Kilowattstunden im Jahr (1000 Stunden als Richtwert pro Jahr). Vergleichbare Geräte aus dem Jahr 2020 lagen da zum Teil noch bei über 200 Kilowattstunden. Zudem werden die Bildschirmtechnologien immer effizienter und tragen so einen erheblichen Anteil an der Energieersparnis.

Diese geht im Übrigen nicht zu Lasten der Bildqualität. Denn die heute bereits sehr beliebten OLED-Fernseher liefern nicht nur ein besonders gutes Bild – sie sind auch im Vergleich zu früheren Generationen deutlich sparsamer geworden. So lohnt sich der Kauf eines neuen hochauflösenden Fernsehers gleich in mehrfacher Hinsicht.